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Wie Sie ein Keyword-Recherche Tool kostenlos nutzen: Einfach erklärt

Von Yurii Vasyliev6 Min. Lesezeit

Arbeitsplatz mit Laptop und Notizblock für die Keyword-Recherche

Wer ein Keyword-Recherche Tool kostenlos nutzen will, findet eine ganze Reihe seriöser Angebote. Schwieriger ist die Frage, welches Werkzeug belastbare Antworten liefert und wo die Gratis-Version endet. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie daraus eine brauchbare Themenliste bauen. Außerdem prüfen Sie jedes Keyword, bevor Sie dafür schreiben.

Ein Tool liefert Zahlen, aber keine Entscheidung. Das Suchvolumen verrät, wie oft jemand einen Begriff eingibt, nicht aber, ob Ihr Blog die passende Antwort liefern kann. An dieser Stelle scheitern viele Keyword-Listen, und deshalb bekommt der Abgleich mit den echten Suchergebnissen weiter unten ein eigenes Kapitel.

Diese kostenlosen Tools reichen für den Einstieg

Für den Start genügen zwei oder drei Werkzeuge, die sich ergänzen. Das Keyword Tool von SISTRIX erlaubt laut Anbieter bis zu zehn Abfragen pro Tag, danach folgt eine ebenfalls kostenlose Registrierung. Der kostenlose Keyword Generator von Ahrefs nimmt bis zu zehn Ausgangs-Keywords an und durchsucht laut Ahrefs über 8 Milliarden Suchbegriffe.

ToolKostenlos möglichGrenze
SISTRIX Keyword ToolBis zu 10 Abfragen pro Tag, danach kostenlose RegistrierungTageslimit bei den Abfragen
Ahrefs Keyword GeneratorBis zu 10 Ausgangs-Keywords, mehrere Berichte mit IdeenSuchvolumen sind Schätzungen
Google TrendsTrends, Regionen und saisonale MusterKeine absoluten Suchvolumen
AnswerThePublicKostenlose Version mit begrenzten SuchenSuchvolumen kaum einsehbar

Auch wenn Sie ein Keyword-Recherche Tool kostenlos nutzen, lohnt der Blick auf den Tool-Vergleich von OMR Reviews. Er stellt vier kostenlose und sechs kostenpflichtige Werkzeuge vor. Seobility bietet dort laut OMR eine kostenlose Basisversion für eine Domain. Auch t3n führt den Google Keyword-Planer und Google Trends als Alternativen auf.

So können Sie ein Keyword-Recherche Tool kostenlos nutzen

Beginnen Sie mit Seed-Keywords, also Begriffen, die Ihr Thema bereits beschreiben. Drei bis fünf genügen für den Anfang. Die Anleitung von SISTRIX zur Keyword Discovery rät, mit den Begriffen erfolgreicher Wettbewerber aus Ihrer Nische zu starten. Die Auswahl der Seeds prägt die Qualität der ganzen Recherche.

Danach legen Sie fest, wie streng das Tool Ihre Begriffe auslegt. SISTRIX bietet dafür drei Suchoptionen, die der Anbieter am Beispiel „immobilien bonn“ erklärt. „Enthalten“ verlangt mindestens ein Wort, „Wortgruppe“ verlangt alle Wörter in beliebiger Reihenfolge, und „Exakt“ verlangt auch die eingegebene Reihenfolge. Die Wortgruppe ist die Standardeinstellung.

Die Option „Auch Wortbestandteile finden“ erweitert die Treffer, kann sie aber verwässern. Beim Seed „auto“ erscheinen dann auch „automobil“, „autohaus“ und „autoteile“. Prüfen Sie außerdem die Länderdatenbank, denn SISTRIX bietet 40 davon an. Bei einem deutschsprachigen Blog verzerren Zahlen aus dem falschen Land das Bild.

Der Ahrefs-Generator liefert laut Anbieter sechs Berichte mit Keyword-Ideen, darunter Suchvorschläge und Fragen. Die Fragen eignen sich für Zwischenüberschriften, die Suchvorschläge zeigen, was Google beim Tippen ergänzt. Mit Filtern für Keyword-Schwierigkeit, CPC, SERP-Funktionen und Wortanzahl grenzen Sie die Liste weiter ein.

Suchintention lesen, bevor Sie ein Keyword wählen

Die Suchintention beschreibt, was jemand mit einer Anfrage erreichen will. SISTRIX unterscheidet grob vier Arten und zeigt sie in der Keyword-Tabelle an. Daran erkennen Sie, ob ein Ratgeber, ein Angebot oder eine Kontaktseite passt.

  • Know: Nutzer suchen Informationen, etwa „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“
  • Do: Nutzer wollen etwas tun oder kaufen, etwa „Wärmepumpe kaufen“.
  • Website: Nutzer steuern über den Markennamen eine bekannte Seite an, etwa „Vaillant Wärmepumpe“.
  • Visit: Nutzer suchen etwas in der Nähe, etwa „Wärmepumpe Installateur Berlin“.

Für Blogartikel eignet sich die Intention „Know“ laut SISTRIX besonders gut. Bleibt die Absicht unklar, zeigt Google gemischte Optionen, und genau dann wird Ihre Wahl riskant. Ein Informationsbeitrag hat bei einer Suche mit Kaufabsicht schlechte Karten.

Zwei Bildschirme: Keyword-Recherche Tool kostenlos nutzen und Ergebnisse mit der Suchergebnisseite vergleichen
Tool-Liste und Suchergebnisseite nebeneinander: So gleichen Sie Keyword-Daten mit der Praxis ab.

Der fehlende Schritt: Treffer an der Suchergebnisseite prüfen

Die Zahl im Tool ist ein Anfang, die Suchergebnisseite ist der Test. Öffnen Sie die Treffer zu Ihrem Kandidaten und lesen Sie die ersten zehn wie eine Aufgabenstellung. Selbst wenn Sie das Keyword-Recherche Tool kostenlos nutzen, ersetzt es diese Prüfung nicht. Fünf Fragen genügen, um ein Keyword in wenigen Minuten einzuordnen.

  1. Welche Seitentypen ranken, etwa Ratgeber, Shops oder Tool-Seiten? Ihr Beitrag muss zum vorherrschenden Typ passen.
  2. Wie viele Anzeigen und Shopping-Boxen stehen oben? Laut SISTRIX bleibt dort für organischen Traffic oft wenig Platz.
  3. Welche SERP-Features erscheinen? News-Boxen, Knowledge-Graph-Einbindungen und Bildboxen sprechen laut SISTRIX für Know-Keywords.
  4. Welche Unterthemen zeigen Auto-Suggest und verwandte Suchanfragen? Daraus entstehen Ihre Zwischenüberschriften.
  5. Was können Sie ergänzen, das die Treffer nicht bieten, etwa Beispiele, eine Vorlage oder einen neueren Stand?

Ein Beispiel zeigt, warum das zählt. Zeigt die Suche fast nur Werkzeuge der Anbieter, ist ein Ratgeber dort schlecht aufgehoben, selbst bei hohem Volumen. Ratgeber haben dort eine Chance, wo sie eine Aufgabe lösen, statt nur Funktionen aufzuzählen.

Suchvolumen richtig einordnen

Behandeln Sie Suchvolumen als Größenordnung. Ahrefs beschreibt seine Werte als Schätzung auf Basis von Clickstream-Daten, und Google Trends liefert laut OMR Reviews keine absoluten Zahlen. Vergleichen Sie deshalb Begriffe untereinander, statt eine einzelne Zahl als Prognose zu lesen. Ein Ranking lässt sich damit ohnehin nicht zusagen.

Planen Sie pro Artikel ein Hauptkeyword und wenige Nebenkeywords ein. SISTRIX rät, genug Begriffe zu wählen, um das Thema abzudecken, aber nicht so viele, dass der Themenfokus verloren geht. Laut OMR Reviews gibt das Hauptkeyword den Fokus der Seite vor, während Nebenkeywords ihn stützen.

Wo kostenlose Tools an Grenzen stoßen

Die Grenzen sind konkret. SISTRIX begrenzt die Tagesabfragen, AnswerThePublic die Zahl der Gratis-Suchen, und Google Trends verzichtet auf absolute Werte. OMR Reviews nennt die Datenanzeige der kostenlosen Variante des Keyword Tool stark eingeschränkt. Wer das Keyword-Recherche Tool kostenlos nutzen will, bündelt deshalb seine Abfragen.

Sammeln Sie die Seeds zuerst und rufen Sie dann pro Thema ab. Halten Sie Ergebnisse in einer eigenen Tabelle fest: Keyword, Intention, geschätztes Volumen, Tool, Datum und Entscheidung. So vergleichen Sie später Werte aus verschiedenen Quellen, ohne die Abfragen zu wiederholen.

Bezahlte Tools lohnen sich, wenn Sie viele Seiten betreuen oder für Kunden arbeiten. OMR Reviews nennt Preise ab 49,90 € pro Monat für den Seobility-Premium-Tarif und ab 99,00 € für Sistrix. Aktuelle Preise und Limits klären Sie vor dem Kauf direkt beim Anbieter.

Entscheidend ist jedoch der Betrieb dahinter, denn aus der Keyword-Liste muss regelmäßig ein Beitrag werden. Wie Sie daraus SEO-Texte für WordPress schreiben, erklärt ein eigener Beitrag. Die Struktur eines professionellen Blogeintrags hilft zusätzlich bei der Gliederung.

Die Keyword-Entscheidung bleibt Ihre Aufgabe, denn sie braucht Ihr Wissen über Zielgruppe und Angebot. Möchten Sie die Themen danach nicht jede Woche selbst schreiben, hilft die Structura Blog-SEO-Software. Sie recherchiert, schreibt und veröffentlicht Beiträge nach Zeitplan in WordPress. Starten Sie trotzdem heute mit einem Seed-Keyword, drei Abfragen und dem Blick auf die Ergebnisseite.

Nächste Schritte

  1. Seed-Keywords festlegen: Notieren Sie drei bis fünf Begriffe zu Ihrem Thema und ergänzen Sie Begriffe erfolgreicher Wettbewerber.
  2. Zwei Tools abfragen: Nutzen Sie ein Tool mit Tageslimit und ein zweites für Fragen und Suchvorschläge.
  3. Intention bestimmen: Ordnen Sie jedes Keyword den Arten Know, Do, Website oder Visit zu.
  4. Suchergebnisse prüfen: Lesen Sie die ersten zehn Treffer und beurteilen Sie Seitentypen, Anzeigen und SERP-Features.
  5. Tabelle führen und planen: Tragen Sie Ihre Entscheidung ein und legen Sie fest, welcher Artikel zuerst entsteht.

Häufige Fragen

Reicht ein kostenloses Keyword-Tool für einen kleinen Blog aus?

Für den Einstieg meist ja, wenn Sie die Ergebnisse an den Suchergebnissen prüfen. Gratis-Versionen begrenzen Abfragen oder Datenanzeige, deshalb lohnt sich eine eigene Tabelle.

Wie genau sind Suchvolumen in kostenlosen Tools?

Es sind Schätzungen. Ahrefs nennt Clickstream-Daten als Grundlage, und Google Trends zeigt laut OMR Reviews keine absoluten Zahlen. Nutzen Sie die Werte, um Begriffe zu vergleichen.

Wie viele Keywords brauche ich pro Artikel?

Planen Sie ein Hauptkeyword und wenige Nebenkeywords ein. SISTRIX rät, das Thema abzudecken, ohne den Fokus zu verlieren.

Was bedeutet Know bei der Suchintention?

Nutzer suchen Informationen, etwa „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“. Für Blogartikel ist das laut SISTRIX die besonders geeignete Intention.

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